Tipps zu sanitären NotdienstenEin verstopfter Toiletten-Abfluss, und das ausgerechnet am Wochenende: Oft ein klarer Fall für einen sanitären Notdienst. Doch wer ein solches Unternehmen beauftragt, sollte genau hinschauen. Denn neben den zahlreichen seriösen Handwerkern tummeln sich in der Branche auch "schwarze Schafe", die die Not der Betroffenen ausnutzen.

"Es kommt immer wieder vor, dass die Firmen einfach doppelt abrechnen, pro Arbeitsstunde und pro laufendem Meter Rohr. Erlaubt ist aber nur eins von beidem", sagt Michael Urban, Schadensexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. Die Folge sind völlig überteuerte Rechnungen.

Einige Firmen verfolgen sogar ausschließlich betrügerische Absichten, warnt das R+V-Infocenter. Eine beliebte Masche: Sie schalten große Anzeigen in örtlichen Branchenbüchern und werben mit lokalen Rufnummern. So gaukeln sie den Suchenden vor, dass sie ortsansässig sind. "Die Aufträge werden dann über eine Telefonzentrale abgewickelt, die Handwerker fahren aber von weit her zum Einsatzort. Dafür berechnen sie extrem hohe Anfahrtskosten", so R+V-Experte Urban. Er rät deshalb, schon am Telefon nachzufragen, woher die Handwerker kommen und wie hoch die Anfahrtskosten sind.

Bei den Anzeigen ganz nach oben schaffen es unseriöse Unternehmen oft dadurch, dass sie "AAA" oder "000" zum Firmennamen hinzufügen. Michael Urban: "Genau hinschauen ist notwendig - trotz Notsituation." Ebenfalls ein wichtiger Schutz vor Abzocke: Preise vergleichen. "Zuschläge von 50 Prozent oder mehr für den Einsatz am Wochenende sind zulässig, allerdings nur auf die gearbeiteten Stunden", erklärt Michael Urban.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters
- Für Spezialwerkzeuge müssen Kunden nur bezahlen, wenn diese auch eingesetzt wurden.
- Wem der Rechnungsbetrag zu hoch vorkommt, kann eine Anzahlung leisten oder "unter Vorbehalt" bezahlen.
- Viele Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen können seriöse Notdienste aus der Region vermitteln.
- Nicht immer ist es notwendig, die Reparatur am Wochenende ausführen zu lassen.

QUELLE: na presseportal (ots) / R+V-Infocenter