Deutschlands Vermieter haben sich auf die immer älter werdende Gesellschaft noch zu wenig eingestellt. 48 Prozent der Mieter im Seniorenalter meinen, dass sich ihr Hauseigentümer insbesondere bei der Barrierefreiheit von Haus und Wohnung nicht ausreichend engagiert. Jeder zweite beklagt sich über fehlende Fahrstühle.

Das ergab eine bevölkerungsrepräsentative Studie der TU Darmstadt im Auftrag der TAG Immobilien AG.


Altergerechtes WohnenDerzeit leben von den bundesweit insgesamt elf Millionen Seniorenhaushalten lediglich fünf Prozent in barrierefreien Wohnungen. "In den kommenden Jahren wird der Anteil der Bevölkerung steigen, der täglich Hilfe braucht. Darauf müssen sich auch die Immobiliengesellschaften einstellen. Gefragt sind dabei kreative Lösungen", erklärt Prof. Dirk Schiereck von der TU Darmstadt.

"Das Ziel sollte es sein, ältere Menschen zu unterstützen, damit sie möglichst lange selbständig in ihren eigenen und somit vertrauten vier Wänden leben können", sagt Claudia Hoyer, Vorstand der TAG Immobilien. Die Möglichkeiten, geeigneten Wohnraum für Senioren zu schaffen, sind vielfältig - angefangen von baulichen Konzepten über Quartierskonzepte bis hin zum betreuten Wohnen.

Dabei sind es neben Maßnahmen zur Barrierefreiheit oft gerade die kleinen Projekte, mit denen die Wohnungsgesellschaften bei ihren älteren Mieter punkten können. Jeder zweite befragte Senior vermisst beispielsweise ein Engagement seines Hauseigentümers bei der Nachbarschaftshilfe, die beispielsweise in Form von Netzwerken durch Telefonketten erfolgen könnte. Auch Freizeitangebote wie Tanztees oder Unterstützung bei der Versorgung durch Einkaufsfahrten sind gefragt.

Hinweis: Im Rahmen der "TAG-Mieterstudie 2015" wurden im Frühjahr 2015 insgesamt 1.067 Mieter in Deutschland befragt.

QUELLE. na presseportal (ots) / TAG Immobilien AG