Do-it-yourself-Hauselektrik: Elektroanlagen von Fachleuten prüfen lassen

Der Umgang mit Strom ist mitunter gefährlich. Auch wenn ein defekter Stecker gewechselt oder ein brüchiges Kabel ausgetauscht werden muss, sollte immer ein Elektriker gerufen werden. Denn wenn Halbwissen und Elektrizität aufeinandertreffen, ist das keine gute Mischung.

Das empfiehlt Marko Grapentin, Fachmann für Hauselektrik vom TÜV Rheinland.


Gefährliche ElektrobasteleienSchon die Berührung einer falschen Leitungsader kann ausreichen, um sich zu verletzen. Darum ist es wichtig, das eigene Können nicht zu überschätzen. Sobald Unsicherheiten aufkommen, zum Beispiel bei der Frage, welche Kabel bei der Montage von Leuchten zusammengehören, sofort Finger weg und einen Elektriker rufen. Denn für falschen Ehrgeiz ist das Verletzungsrisiko einfach viel zu hoch.

Darum hat Sicherheit für alle Hobbyelektriker die höchste Priorität. Zuallererst wird der betroffene Stromkreis spannungsfrei geschaltet. Das bedeutet: Die entsprechenden Sicherungen abschalten und diverse Stecker ziehen. Im ungünstigsten Fall muss die gesamte Stromversorgung ausgeschaltet werden. Anschließend unbedingt mit einem Messgerät kontrollieren, ob der Stromkreis tatsächlich spannungsfrei ist. „Dafür eignet sich am besten ein Duspol oder ein Multimeter. Phasenprüfer, in Form eines kleinen Schraubendrehers mit Glimmlampe, liefern häufig falsche Ergebnisse. Nicht umsonst werden sie auch Phasenbetrüger oder Lügenstifte genannt“, gibt der TÜV Rheinland-Experte zu bedenken. Nützlich: Ein Hinweisschild am Stromkasten informiert andere Hausbewohner und schützt vor dem Wiedereinschalten des Stroms.

Auch nach getaner Arbeit ergibt sich ein Problem: Der Laie hat kein verlässliches Messequipment, um zu überprüfen, ob die fertige Anlage einwandfrei und sicher läuft. Altersschwache Drähte, wacklige Konstruktionen, abenteuerliche Basteleien, das kann für den Moment funktionieren, aber zu einem späteren Zeitpunkt zur Gefahrenquelle werden. „Es ist sinnvoll, vor einem Mieterwechsel oder dem Kauf eines Wohnobjekts einen Fachmann damit zu beauftragen, die Elektroanlage auf Schwachstellen hin zu überprüfen. Diesen Service bietet auch unabhänige Prüfer wie TÜV Rheinland an“, erklärt Marko Grapentin.

QUELLE: na presseportal (ots) / TÜV Rheinland

{fcomment}

Menü schließen