Elektromobile: Kein Rechtsanspruch auf Beförderung in Bussen

Menschen, die sich aufgrund körperlicher Einschränkungen mit einem Elektromobil (sog „E-Scooter“) fortbewegen, haben keinen generellen Rechtsanspruch darauf, mit ihrem Elektromobil in öffentlichen Verkehrsmitteln befördert zu werden.

Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entschieden.


Mit Elektromobil in den Bus?Der Antragsteller hatte geltend gemacht, ohne die begehrte Beförderung mit seinem Elektromobil werde er erheblich in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Daher müsse ihm ein Anspruch auf Beförderung zustehen.

Dieser Argumentation folgte die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, die im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes lediglich eine summarische Überprüfung vorzunehmen hatte, jedoch nicht.

Eine aktuelle Untersuchung habe ergeben, dass eine Beförderung von Elektromobilen in Linienbussen erhebliche Gefahren sowohl für die Benutzer der Elektromobile als auch für die übrigen Fahrgäste begründe. Angesichts der sowohl ihm selbst als auch Dritten drohenden Gefahren müsse der Antragsteller die von der Kammer ausdrücklich gewürdigte erhebliche Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit im Ergebnis gleichwohl hinnehmen. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass eine Beförderung des Antragstellers in einem Rollstuhl möglich sei.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein Westfalen eingelegt werden.

VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 23.01.2015, Aktenzeichen 7 L 31/15

QUELLE: Verwaltungsgericht Gelsenkirchen

{fcomment}

Menü schließen